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Siamesischer Kampffisch (Betta splendens)

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Siamesischer Kampffisch (Betta splendens)

Unser Siamesischer Kampffisch ist der unangefochtene Star in unserem Aquarium und mein absoluter Liebling. Er ist zu den anderen Fischen sehr friedlich und einfach hinreißend schön.

Die Vergesellschaftung ist aber nicht immer unkompliziert. Ein siamesischer Kampffisch sollte unbedingt einzeln gehalten werden. Wenn man zwei Männchen in ein Becken setzt, kämpft ein siamesischer Kampffisch so lange, bis einer der beiden tot ist. Bei der Vergesellschaftung mit einem oder mehreren Weibchen steht das Kampffisch-Männchen ständig unter Stress, da die Kampffische in der Natur Einzelgänger sind und daher jede Chance nutzen, um sich zu vermehren.

Die Männchen bauen dann Schaumnester und versuchen, die Kampffisch-Weibchen zur Paarung zu animieren. Eine Vergesellschaftung von beiden Geschlechtern ist meines Wissens nach nur dann machbar, wenn man ein großes und gut bewachsenes Becken hat und sich die Fische aus dem Weg gehen können. Durch den Stress verkürzt sich die ohnehin eher kurze Lebensdauer (ca. 2 Jahre) noch.

Ebenfalls problematisch ist die Vergesellschaftung mit Fischen, die sehr auffällige Flossen haben. Die Kampffische sehen in ihnen Konkurrenz, da sie sie für Artgenossen halten, und bekämpfen sie. Das habe ich schon oft über die Haltung von Kampffischen und Guppys gehört und gelesen.

Um das Maul herum ist unser Kampffisch eher hell und wie schon erwähnt, ist er eher friedlich. Wenn man das eindrucksvolle Drohverhalten beobachten möchte, genügt es, wenn man einen Spiegel an das Becken hält. Sofort färbt er sich dunkelrot (ist er ja eigentlich sowieso, aber eben nicht um die Nase), spreizt die Kiemen und stellt die Flossen auf. In dieser Stimmung kann es auch vorkommen, dass er kurz die Platys bedroht, aber nicht ernsthaft und nicht lange.

Dass der siamesische Kampffisch ein ausgezeichneter Jäger ist, habe ich an anderer Stelle schon erwähnt. Er "kümmert" sich sehr gewissenhaft um unerwünschten Nachwuchs (bei uns bei den Platys) und ist auch sonst ständig auf der Suche nach Beute. Dabei schwimmt er alle Bereiche im Becken ab, quetscht sich durch jede Lücke und jede Pflanze, "schwebt" auch kurz über dem Boden und beäugt aufmerksam jedes Kiessteinchen.

Beim Futter ist er nicht allzu wählerisch. Er nimmt eigentlich jedes gängige Futter, also Flocken, Frost- und Lebendfutter. Wobei man schon sagen muss, dass er beim Lebendfutter eher etwas langsam ist. Aber das macht er immer so: Beobachten, anpeilen und dann zuschlagen. Da sind die Platys manchmal einfach schneller.

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Wo ich grad bei den Platys bin, muss ich anführen, dass sie auch nicht die optimale Vergesellschaftung für den siamesischen Kampffisch sind. Kurz nachdem wir den Kafi eingesetzt haben, hat sich eine Platydame einen Spass draus gemacht, an seinen Flossen zu zupfen. Man soll ja seine Haustiere nicht vermenschlichen, aber sie hatte sichtlich Spass daran. Sie hat sich schräg rangepirscht, schnell gezupft und sich dann ganz schnell aus dem Staub gemacht. Wir hatten Sorge, dass sie den Kafi ganz zerrupft, aber sie hat das Verhalten inzwischen eingestellt und die Flossen des Kampffisches sind nachggewachsen.

Abschließend kann man sagen, dass Kampffische eher ruhige Mitbewohner bevorzugen, die keine auffälligen Flossen haben und nicht an ihre Flossen gehen. Am besten sind sie kleiner als er selbst oder maximal gleich groß.

Weitere Links zum Thema Siamesischer Kampffisch:

Kampffische DVD

Kampffische Ratgeber

Weiterführende Literatur über Kampffische

Faszination Betta-Schleierkampffische

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